I, etcetera im Kunstverein Düsseldorf: Das Selbst als lebendige Ausstellung

Event: I, etcetera in Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf on 27. November 2026

Datum und Uhrzeit

27. November 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Grabbepl. 4, 40213 Düsseldorf, Deutschland

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6,00 €
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Über diese Veranstaltung

TheaterAusstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Ein Ausstellungsmoment über das fragile Ich und die Kraft der Vielstimmigkeit

Mit I, etcetera lädt der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf zu einer Ausstellung ein, die Subjektivität nicht als feste Größe begreift, sondern als Bewegung, Beziehung und fortwährende Aushandlung. Die Gruppenausstellung versammelt Arbeiten von Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück und Danae Io sowie Beiträge von Alex Kitnick, Doreen Mende und Fiona Vilmer.

Wenn das Selbst zur Bühne wird

Die Schau entfaltet ihre Spannung aus der Frage, wer spricht, wenn eine Institution ihre eigene Geschichte erzählt. Genau darin liegt die dramaturgische Qualität dieser Ausstellung: Sie denkt das Selbst wie eine Inszenierung, in der Erinnerung, Projektion und Narrative ineinandergreifen. Innenräume, Fassaden und Landschaften erscheinen nicht nur als Motive, sondern als Bühnenbilder des Bewusstseins. Das Ergebnis ist ein ebenso intellektuelles wie sinnliches Bühnenerlebnis im Medium der Gegenwartskunst.

Poetische Fragmente statt geschlossener Erzählung

Die kuratorische Setzung verbindet Neuproduktionen mit bestehenden Arbeiten und öffnet einen Reflexionsraum, in dem Identität, Archiv, Institution und Öffentlichkeit aufeinanderprallen. Der literarische Impuls ist dabei zentral: Robert Glücks Blick auf das Selbst als gemeinschaftlich zusammengesetztes Ganzes verleiht der Ausstellung eine scharfe, fast theatrale Kontur. So entsteht eine Theateratmosphäre ohne klassische Bühne, getragen von Sprache, Bild, Raum und gedanklicher Reibung.

Der Kunstverein als Resonanzkörper

Besonders reizvoll ist der institutionelle Zugriff: Nicht nur die Werke, auch das Haus selbst wird Teil des Diskurses. Gebäude, Archiv, Mitglieder, Besucher*innen und die Geschichte des Ortes verschmelzen zu einem vielschichtigen Resonanzkörper. Für Kulturinteressierte eröffnet sich hier eine Ausstellung, die weit über reine Präsentation hinausgeht und die Mechanik von Wahrnehmung, Erinnerung und Selbstentwurf präzise ausleuchtet.

Besuch mit klarem Mehrwert

I, etcetera verspricht einen klugen, poetischen und zeitgenössisch relevanten Ausstellungsbesuch in Düsseldorf. Wer Gegenwartskunst mit theoretischer Tiefe, atmosphärischer Dichte und institutioneller Reflexion schätzt, sollte diese Schau live erleben.

Offizielle Kanäle von Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen:

Quellen:

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