Elisa Künast im FFT Düsseldorf: Eine Performance über Abschied und Neubeginn


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Ein intensiver Theaterabend über Abschied, Erinnerung und Neubeginn
Was bleibt, wenn ein gemeinsames Leben endet und ein Umzug bevorsteht? Elisa Künasts Performance ich vermisse sie halt schon oder die ostdeutsche fassung bewahren verbindet persönliche Trauerarbeit mit der Geschichte einer Nachwendegeneration. Am 6. November 2026 erlebt das Düsseldorfer Publikum im FFT eine eindringliche Inszenierung über Brüche, Verluste und die Suche nach einem neuen Anfang.
Zwischen Trennung und Neuanfang
Die Wende klingt zunächst nach Aufbruch. In dieser Bühnenarbeit erscheint sie jedoch auch als Riss: als Einschnitt, der Beziehungen, Familiengeschichten und politische Erfahrungen bis in die Gegenwart prägt. Inspiriert von Interviews mit Frauen, die in Ostdeutschland aufgewachsen sind, entwickelt Elisa Künast ein vielschichtiges Theatererlebnis über Erinnern, Verdrängen und Bewahren.
Ein Umzug als Bild für Veränderung
Im Zentrum steht eine Performerin, die sich mit dem Ende einer Beziehung und den Dingen einer gemeinsamen Vergangenheit auseinandersetzt. Kartons, vertraute Gegenstände und die bevorstehende Veränderung werden zu starken Bildern für die Frage, was bleiben darf und was zurückgelassen werden muss. Die Veranstaltung verbindet persönliche Nähe mit gesellschaftlicher Reflexion und lädt das Publikum zur Beteiligung ein.
Atmosphärisches Performance-Theater
Eine dichte Event-Atmosphäre entsteht durch Nebel, intensive Gerüche, abrupte Lichtwechsel und unerwartete Geräusche. Die rund 60-minütige Performance arbeitet mit deutscher Sprache und englischen Übertiteln. Inhaltlich berührt sie Themen wie Verlust, Fluchterfahrungen und Depression. Das Veranstaltungserlebnis richtet sich an ein aufmerksames Publikum, das zeitgenössisches Theater, performative Formen und politische Erinnerungskultur schätzt.
Ausgezeichnete Regiearbeit
Elisa Künast, 1998 in Jena geboren und zwischen den Brüchen von Ost und West aufgewachsen, erhielt für die Inszenierung den Jurypreis des Körber Studio Junge Regie 2026. Ihre Arbeiten entstehen in ko-kreativen Prozessen und beschäftigen sich mit der Frage, wie Systeme weiblich gelesene Körper prägen. Die Auszeichnung unterstreicht die künstlerische Relevanz dieser Produktion und ihre besondere Stellung im aktuellen Theaterbetrieb.
Organisation und Veranstaltungsplanung
Das Forum Freies Theater e. V. präsentiert die Produktion im FFT Düsseldorf. Der Veranstaltungsort am Konrad-Adenauer-Platz bietet den passenden Rahmen für eine konzentrierte Performance zwischen Theater, Installation und Publikumsgespräch. Für die Zielgruppenansprache setzt der Abend auf eine klare Verbindung aus persönlicher Geschichte, ostdeutscher Erinnerung und zeitgenössischer Bühnenästhetik.
Fazit: Ein Abend, der nachwirkt
ich vermisse sie halt schon verspricht kein bequemes Theater, sondern ein intensives Veranstaltungserlebnis mit offenen Fragen. Besucherinnen und Besucher begegnen einer Performance über Abschied, Zugehörigkeit und die widersprüchlichen Gefühle eines Neubeginns. Wer zeitgenössisches Theater mit politischer Tiefe und sinnlicher Bühnenatmosphäre erleben möchte, sollte diesen Abend im FFT Düsseldorf live entdecken.
Offizielle Kanäle von Elisa Künast:
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