Mikołaj Sobczak im Polnischen Institut Düsseldorf: Kunst als Gegen-Erzählung


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Mikołaj Sobczak im Polnischen Institut Düsseldorf: Historienmalerei als offenes Gedächtnis
Mit Teilen und herrschen zeigt das Polnische Institut Düsseldorf die erste institutionelle Einzelausstellung von Mikołaj Sobczak in der Stadt. Der 1989 in Poznań geborene Künstler arbeitet zwischen Malerei, Video, Objekten und Performance und ist für Bildnarrative bekannt, in denen Geschichte nicht als starre Erzählung, sondern als umkämpfter Raum erscheint. Die Ausstellung läuft vom 12. Juni bis 9. Oktober 2026. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Historienbilder mit Gegenwartslast
Sobczak hinterfragt die Konventionen der Historienmalerei und entwickelt in vielschichtigen, oft surrealen Tableaus alternative Szenarien. Im Mittelpunkt stehen Erinnerung, Identität, Macht und Widerstand. Besonders prägnant ist sein Blick auf queere und trans Perspektiven, die er mit historischen Figuren, Aktivismus und gegenkulturellen Bewegungen verknüpft. So entsteht eine Ausstellung, die kunsthistorische Form und politische Dringlichkeit in ein spannungsreiches Verhältnis setzt. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Werke zwischen Archiv, Allegorie und Vision
Die Schau versammelt zentrale Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen. Genannt werden unter anderem der Videomitschnitt der Performance The Peasants, die Arbeit Adam Gawron, das Porträt Eva Kotchever, ein Zyklus zu Rudolf Steiner sowie das großformatige Gemälde Mysterien von 2026. Sobczak verbindet darin historische Recherche mit poetischer Verdichtung und macht sichtbar, wie Glaube, Vision und Macht politische Zukünfte prägen können. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Ein Künstler mit internationaler Resonanz
Mikołaj Sobczak studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau, war Stipendiat an der Universität der Künste Berlin und schloss 2019 als Meisterschüler an der Kunstakademie Münster ab. 2021 erhielt er den Paszport Polityki; außerdem war er Artist-in-Residence an der Rijksakademie in Amsterdam und im Programm von Art Explora in Paris. Für 2026 wurde ihm der Villa-Romana-Preis zugesprochen. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Ort mit kulturpolitischer Verbindung
Das Polnische Institut Düsseldorf an der Citadellstraße 7 versteht sich als Plattform des polnisch-deutschen Kulturdialogs und ist in das Umfeld der Manifesta 16 Ruhr eingebunden. Die Ausstellung fügt sich damit in ein relevantes Jahr für zeitgenössische Kunst und europäische Erinnerungskultur ein. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Fazit
Teilen und herrschen verspricht ein intensives Kunsterlebnis zwischen Historienmalerei, queerem Blick und politischer Bildkritik. Wer sich für zeitgenössische Kunst, kuratorische Präzision und ästhetische Erfahrung interessiert, sollte diese Ausstellung live besuchen und die vielschichtigen Werke im Raum selbst auf sich wirken lassen. ([instytutpolski.pl](https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2026/05/31/mikolaj-sobczak-ausstellung/))
Offizielle Kanäle von Mikołaj Sobczak:
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