Blutbuch in Düsseldorf: Kim de l’Horizons preisgekrönter Roman wird zum intensiven Theaterabend


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Blutbuch: Eine sprachgewaltige Reise durch Herkunft, Körper und Erinnerung
Am 28. November 2026 bringt das Düsseldorfer Schauspielhaus Blutbuch von Kim de l’Horizon auf die Bühne. Die Inszenierung verbindet autofiktionales Erzählen, theatrale Körperlichkeit und eine radikal bewegliche Sprache zu einem intensiven literarischen Erlebnis über Familie, Geschlecht, Scham und Befreiung.
Eine Familiengeschichte wird zur sprachlichen Suchbewegung
Im Zentrum steht eine non-binäre Erzählfigur, die sich angesichts der Demenzerkrankung der Großmutter mit der eigenen Herkunft auseinandersetzt. Die Familiengeschichte öffnet sich dabei wie ein Erinnerungsraum: Zwischen weiblicher Blutlinie, verschwiegenen Traumata und der Suche nach einer Sprache für den eigenen Körper entsteht ein narratives Geflecht von hoher emotionaler und formaler Dichte.
Kim de l’Horizons preisgekrönte Sprachkunst
Der 2022 im DuMont Verlag erschienene Debütroman Blutbuch wurde mit dem Deutschen Buchpreis, dem Schweizer Buchpreis und dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet. Die Jury des Deutschen Buchpreises würdigte die enorme kreative Energie des Textes und seine Suche nach neuen Narrativen für Körper und Identität. Die Romanform bewegt sich zwischen plastischer Szene, essayistischem Memoir und rhythmisch verdichteter Prosa.
Von der Seite auf die Bühne
Für das Düsseldorfer Schauspielhaus wurde der Roman in eine Bühnenfassung überführt. Lucia Kotikova spielt und gestaltet den Abend nach einer Fassung und Inszenierung von Sebastian Schug. Die Produktion macht aus der literarischen Innenwelt eine unmittelbare Autor-Begegnung: Stimme, Bewegung, Rhythmus und intime Lesungs-Atmosphäre lassen die Motive des Romans körperlich erfahrbar werden.
Ein Abend zwischen Theater, Literatur und kulturellem Diskurs
Blutbuch verhandelt die Frage, wie sich Identität erzählen lässt, wenn überlieferte Kategorien nicht mehr tragen. Die Inszenierung richtet den Blick auf familiäre Prägungen, queere Selbstbestimmung und die Möglichkeit, durch Sprache neue Räume zu eröffnen. Das Ergebnis ist kein klassisches Illusionsdrama, sondern eine gegenwärtige Form des Theaters, in der literarische Qualität und performative Präsenz ineinandergreifen.
Das Publikum erwartet ein konzentriertes Schauspielerlebnis mit poetischer Sprachkunst, gesellschaftlicher Relevanz und einer eigensinnigen, formal offenen Narrative. Wer Blutbuch live erlebt, begegnet einem Werk, das die Grenzen zwischen Roman, Lesung und Theater produktiv auflöst. Sichern Sie sich Ihre Karten für diesen außergewöhnlichen Abend im Düsseldorfer Schauspielhaus.
Offizielle Kanäle von Kim de l’Horizon:
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- Verlag: DuMont Buchverlag










