in_der_schwebe im tanzhaus nrw: Tanztheater zwischen Fallen und Fliegen


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Zwischen Fallen und Fliegen: vielleicht_regen_ lädt zur bewegten Schwebe ein
Ein Körper verliert den Boden, ein Beat setzt ein, Licht bricht durch den Raum: In in_der_schwebe verwandelt das Kollektiv vielleicht_regen_ die Bühne des tanzhaus nrw in einen pulsierenden Erfahrungsraum. Die partizipative Produktion für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren kreist um Loslassen, Zugehörigkeit und die Frage, wann Gemeinschaft trägt.
Eine Bühne als sozialer Erfahrungsraum
Die Dramaturgie bewegt sich zwischen Kontrolle und Hingabe, zwischen dem Wunsch nach Freiheit und dem Bedürfnis nach Halt. Streit, Erwartungen und Druck treffen auf Freundschaft, Leichtigkeit und den Mut, sich auf eine Gruppe einzulassen. Das Publikum erlebt eine immersive Performance, die den Bühnenraum nicht als distanzierte Kulisse, sondern als unmittelbaren Ort gemeinsamer Wahrnehmung begreift.
Beats, Licht und Bewegung
Club- und Konzertästhetik prägen die Inszenierung. Beats, Lichtstimmungen, Projektionen und choreografische Bewegung verschmelzen zu einer sinnlichen Theateratmosphäre. Die Akustik gibt den Körpern einen Impuls, während das Bühnenbild den Eindruck eines flüchtigen Zwischenraums erzeugt: Alles scheint in Bewegung, nichts bleibt endgültig fest.
Jugendliche Perspektiven im Zentrum
Im Mittelpunkt des künstlerischen Prozesses stehen junge Menschen. Gemeinsam mit vielleicht_regen_ entwickeln sie eine Bühnenkunst, die ihre Erfahrungen und Fragen sichtbar macht. Das interdisziplinäre Team mit Josep Caballero García für die Choreografie, Kamila Kurczewski für Bild und Video sowie Fabian Schulz für Sound und Musik verbindet Tanz, Theater, Projektion und partizipative Performance.
Vielleicht_regen_ arbeitet seit 2021 mit jungen Menschen und realisierte am tanzhaus nrw bereits mehrere Projekte, darunter Hey Du! Jetzt, Hey Du! Next und vielleicht_regen_wir_uns_zufall. Die neue Inszenierung führt diese künstlerische Zusammenarbeit konsequent weiter und übersetzt jugendliche Perspektiven in eine körperlich unmittelbar erfahrbare Form.
Ein Bühnenerlebnis über Vertrauen und Gemeinschaft
in_der_schwebe macht spürbar: Loslassen ist kein einsamer Akt. Die Performance lädt dazu ein, vertraute Sicherheiten für einen Moment aufzugeben und den eigenen Körper, die Gruppe und den Rhythmus des Geschehens neu wahrzunehmen. Das Publikum bleibt mitten im Bühnengeschehen, ohne selbst aktiv eingreifen zu müssen.
Fazit: Im Großen Saal des tanzhaus nrw erwartet Besucherinnen und Besucher ein intensives Bühnenerlebnis aus Tanz, Sound, Licht und Projektion. Wer zeitgenössische Theaterformen, Jugendkultur und partizipative Bühnenkunst unmittelbar erleben möchte, findet in in_der_schwebe einen eindrucksvollen Abend zwischen Fallen und Fliegen.
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