miu in Düsseldorf: Poetry of Moving Lights als poetische Performance im FFT


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Ein Abend, der Klang, Sprache und Wahrnehmung neu ordnet
Miu: Poetry of Moving Lights verbindet Performance, Sound Art und literarische Offenheit zu einem multisensorischen Erlebnis im FFT Düsseldorf. Die Vorstellung am 30. Oktober 2026 um 20:00 Uhr lädt das Publikum dazu ein, selbst Teil der künstlerischen Komposition zu werden und zwischen verschiedenen Sprachen eine persönliche Version des Abends zu erschaffen.
Klang als Erzählung
Im Zentrum steht eine Arbeit, die nicht auf Eindeutigkeit zielt, sondern auf Resonanz. Die mobilen Klangmaschinen des japanischen Soundkünstlers miu erzeugen eine Lesungs-Atmosphäre ohne starre Hierarchie: Stimme, Raum und Bewegung treten in einen Dialog, der an experimentelle Literatur, Performancekunst und kompositorische Sprachkunst erinnert. Jede Wahrnehmung wird hier zur eigenen Narration.
Eine Performance zwischen Bühne und innerem Hören
Das FFT Düsseldorf präsentiert mit Poetry of Moving Lights eine Arbeit für blindes, sehbehindertes und sehendes Publikum. Gerade diese Öffnung macht den Abend kulturjournalistisch spannend: Das Format verschiebt die Grenzen zwischen Theater, Konzert und poetischer Installation. Wer sich auf die Aufführung einlässt, erlebt kein lineares Stück, sondern eine vielschichtige Autor-Begegnung mit Klang, Raum und Übersetzung.
Der Künstler miu im Kontext
miu, mit bürgerlichem Namen Ryutaro Mimura, wurde 1976 in Shimane, Japan, geboren. Laut FFT studierte er Sonologie und elektronische Musik und arbeitet seit vielen Jahren als freier Künstler in Europa. Seine Arbeiten kreisen um Übersetzung, Wahrnehmung, Identität und kollektive Infrastruktur. Genau daraus bezieht auch dieser Abend seine literarische Qualität: aus dem Nachdenken über Welt und Wahrnehmung in einer Form, die ebenso sinnlich wie intellektuell bleibt.
Das FFT Düsseldorf als Spielort mit Profil
Das FFT Düsseldorf zählt zu den prägenden Häusern für freie darstellende Künste in Deutschland. Der Standort im KAP1 gegenüber dem Hauptbahnhof steht für kurze Wege, urbane Erreichbarkeit und eine zeitgemäße Kulturinfrastruktur. Zugleich bietet das Haus barrierefreie Zugänge, rollstuhlgerechte Aufzüge, barrierefreie Toiletten, eine induktive Höranlage und einen Ruheraum. Damit entsteht ein Rahmen, der dem offenen Charakter von Poetry of Moving Lights sehr entgegenkommt.
Fazit
Wer literarische Experimente, kluge Performanceformate und eine intensive Live-Atmosphäre sucht, findet hier einen Abend von besonderer Eigenart. Miu: Poetry of Moving Lights verspricht kein gewöhnliches Theaterereignis, sondern eine Einladung zum Hören, Mitdenken und Mitgestalten. Am besten live erleben und die eigene Version dieser Performance entdecken.
Offizielle Kanäle von miu:
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