Miriam Davoudvandi in Düsseldorf: Eine eindringliche Lesung über Armut und Zugehörigkeit


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Wenn Armut zur Lebensgeschichte wird: Miriam Davoudvandi im FFT Düsseldorf
Am 30. November 2026 liest Miriam Davoudvandi im Foyer des FFT Düsseldorf aus ihrem Buch Das können wir uns nicht leisten. Die Lesung mit Gespräch führt mitten in eine Gegenwart, in der Geld nicht nur über Konsum entscheidet, sondern auch über Zugehörigkeit, Beziehungen, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Eine literarische Stimme über Herkunft und Scham
Davoudvandi erzählt ehrlich, berührend und mit feinem Humor vom Aufwachsen im Sozialbau zwischen Einfamilienhäusern. Ihre persönlichen Erinnerungen an fehlende finanzielle Möglichkeiten verbinden sich mit einer präzisen Analyse jener Scham, die entsteht, wenn Einladungen, Kleidung oder Freizeitaktivitäten zu einer Frage des Geldes werden.
Das Buch richtet sich an Menschen, die Victory-Schuhe statt Nikes trugen, Freunde nicht nach Hause einladen wollten oder früh gelernt haben, den Satz Das können wir uns nicht leisten als soziale Grenze zu verstehen. Die Sprache bleibt nah am Alltag und öffnet zugleich einen größeren kulturellen Diskurs über Klassismus, soziale Herkunft und Aufstieg.
Popkultur, Psychologie und gesellschaftliche Wirklichkeit
Als freie Journalistin, Moderatorin und Autorin arbeitet Miriam Davoudvandi an den Schnittstellen von Popkultur, Politik und Psyche. Ihre literarische Perspektive verbindet persönliche Narrative mit gesellschaftlicher Beobachtung. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Dating, Freundschaften, Familiengründung, psychischer Gesundheit und dem Gefühl, nicht dazuzugehören.
Besonders eindringlich ist die Verbindung von Sprachkunst und Analyse: Das Private erscheint nicht als isolierte Einzelerfahrung, sondern als Spiegel struktureller Ungleichheit. Mit Humor und popkulturellen Bezügen macht Davoudvandi sichtbar, wie ökonomische Bedingungen in Körper, Biografien und Beziehungen eingeschrieben bleiben.
Lesungs-Atmosphäre und Autor-Begegnung
Das Format aus Lesung und Gespräch verspricht ein unmittelbares literarisches Erlebnis. Davoudvandis Stimme gibt den Erinnerungen Raum, während das anschließende Gespräch die Perspektiven des Buches in den Düsseldorfer Kultur- und Gesellschaftsdiskurs überführt. Die intime Atmosphäre des FFT-Foyers schafft dabei einen geeigneten Rahmen für eine Autor-Begegnung über soziale Wirklichkeit, literarische Qualität und persönliche Erfahrung.
Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW und der Kulturliste Düsseldorf e.V. Das FFT befindet sich im KAP1 am Konrad-Adenauer-Platz und ist vom Düsseldorfer Hauptbahnhof sowie vom Worringer Platz gut erreichbar. Rollstuhlplätze und Sitzsackplätze stehen nach Angaben des FFT zur Verfügung.
Fazit: Ein Abend über das, was Geld mit Menschen macht
Miriam Davoudvandis Lesung aus Das können wir uns nicht leisten verbindet autobiografisches Erzählen, gesellschaftliche Analyse und sprachliche Genauigkeit. Besucherinnen und Besucher erwartet ein nachdenklicher, humorvoller und eindringlicher Abend über Armut, Herkunft und die unsichtbaren Regeln sozialer Zugehörigkeit. Wer Literatur als Gespräch über die Wirklichkeit versteht, erlebt hier eine Lesung mit besonderer Resonanz.
Offizielle Kanäle von Miriam Davoudvandi:
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