Pip Culbert und Gerhard Hoehme bei VAN HORN: Material, Raum und Erinnerung

Event: Pip Culbert und Gerhard Hoehme: Something Old, Something New, Something Borrowed in VAN HORN, Ackerstraße 99, 40233 Düsseldorf on 26. September 2026

Datum und Uhrzeit

26. September 2026 12:00 Uhr

Veranstaltungsort

Düsseldorf
40 Düsseldorf, Deutschland

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Material zu Erinnerung wird: Eine Ausstellung über Wandel, Raum und Neubeginn

Mit Something Old, Something New, Something Borrowed zeigt VAN HORN in Düsseldorf eine Ausstellung, die zwei eigenständige Positionen der Moderne und Gegenwart kunstvoll zusammenführt: Pip Culbert und Gerhard Hoehme. Der Titel greift eine englische Redewendung auf, die für Glück, Erinnerung und einen neuen Anfang steht. Genau daraus entwickelt sich ein konzentriertes Kunsterlebnis über Transformation, Material und die poetische Kraft des Vorhandenen.

Material als Denkraum

Beide Künstler arbeiten mit gefundenen oder vorgeprägten Stoffen, doch ihre Handschriften bleiben unverwechselbar. Culbert löst Kleidung, Taschen, Zelte und Textilien aus ihrer Funktion und reduziert sie auf Nähte, Linien und fragile Gerüste. Hoehme wiederum befreit Malerei, Schnur und Kunststoffschläuche aus dem klassischen Bildrahmen und öffnet das Werk in den Raum. So entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, in der Oberfläche, Spannung und Leere gleichwertig erscheinen.

Zwischen Malerei, Skulptur und Zeichnung

Die Gegenüberstellung macht sichtbar, wie nah sich beide künstlerischen Sprachen sind. Culberts Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Zeichnung und architektonischer Struktur. Hoehmes Werk gehört zur deutschen Nachkriegsmoderne und zum Informel, doch es sprengt die Grenze des Tafelbilds zugunsten einer räumlichen, fast energetischen Präsenz. Für die Werkbetrachtung bedeutet das: Hier wird nicht nur geschaut, sondern Beziehungen werden gelesen — zwischen Material, Geste, Raum und Erinnerung.

Kunsthistorische Spannung und zeitgenössische Relevanz

Die Ausstellung erzählt keine lineare Geschichte, sondern eine Begegnung über Generationen und Kontexte hinweg. Gerade darin liegt ihre Stärke: Sie zeigt, wie aus vorhandenen Dingen neue Bedeutungen entstehen können. Das macht den Besuch auch museumspädagogisch interessant, weil er Fragen nach Wiederverwendung, Transformation, Wahrnehmung und kultureller Bedeutung von Materialien aufwirft. Für kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher eröffnet sich eine präzise kuratierte Erfahrung zwischen Abstraktion und sinnlicher Präsenz.

Fazit

Something Old, Something New, Something Borrowed verspricht eine Ausstellung von großer Klarheit und stiller Intensität. Wer sich für zeitgenössische Kunst, deutsche Nachkriegsavantgarde und die Beziehung von Objekt und Raum interessiert, findet hier einen lohnenden Besuchsanlass. Diese Schau lädt dazu ein, das Vertraute neu zu sehen — live in Düsseldorf.

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  • Website: https://van-horn.net/

Quellen:

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