Something Old, Something New, Something Borrowed bei VAN HORN: Kunst als offener Raum in Düsseldorf

Event: Pip Culbert und Gerhard Hoehme: Something Old, Something New, Something Borrowed in VAN HORN, Ackerstr. 99, 40233 Düsseldorf on 29. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

29. Oktober 2026 13:00 Uhr

Veranstaltungsort

Düsseldorf
40 Düsseldorf, Deutschland

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Material, Erinnerung und Raum sich begegnen

Mit Something Old, Something New, Something Borrowed zeigt VAN HORN in Düsseldorf eine Ausstellung, die zwei unterschiedliche künstlerische Temperamente in einen konzentrierten Dialog bringt: Pip Culbert und Gerhard Hoehme. Der Titel verweist auf eine englische Redewendung, die für Glück, Erinnerung und Neubeginn steht – und genau diese Spannweite prägt auch das Kunsterlebnis zwischen Nachkriegsmoderne, Materialexperiment und offener Bildauffassung.

Ein Dialog zwischen Bild, Objekt und Raum

Gerhard Hoehme zählt zu den prägenden Stimmen der deutschen Nachkriegskunst. Sein Werk löst das Tafelbild aus der geschlossenen Form und öffnet es in den Raum hinein. Schnüre, Collage-Elemente, industrielle Materialien und freie Bildränder schaffen eine Ausstellungsatmosphäre, in der Malerei, Skulptur und Installation ineinander übergehen. Die Werkbetrachtung wird hier zur Bewegung: Das Auge folgt Linien, Oberflächen und Spannungen, die den Raum nicht nur bespielen, sondern gedanklich erweitern.

Pip Culbert und die Poesie des Materials

Pip Culbert ist mit einer künstlerischen Haltung präsent, die das Alltägliche in eine präzise, stille Form überführt. Ihre Arbeiten sind geprägt von reduzierter Geste, materialbewusster Setzung und einem feinen Gespür für textile, räumliche und serielle Strukturen. In der Gegenüberstellung mit Hoehme entsteht eine ästhetische Erfahrung, die nicht auf Lautstärke setzt, sondern auf Nuancen: auf Übergänge, auf Schichtungen, auf das subtile Verhältnis von Nähe und Distanz.

Nachkriegsmoderne als Gegenwartserfahrung

Die Ausstellung rückt zwei Positionen zusammen, die Kunstgeschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als offenes Feld begreifen. Hoehmes Haltung zur Malerei als energetischem Raum und Culberts Interesse an Materialität und formaler Reduktion machen sichtbar, wie lebendig die Fragen der Nachkriegsmoderne geblieben sind. Gerade in einer Galerie wie VAN HORN entfaltet sich diese kuratorische Setzung als konzentrierte Form kultureller Bildung: verständlich für Neugierige, anregend für Kennerinnen und Kenner, reich an kunsthistorischen Bezügen.

Warum sich der Besuch lohnt

Wer zeitgenössische Ausstellungspraxis, Informel, Materialkunst und die poetische Kraft offener Formen schätzt, findet hier eine Ausstellung mit Tiefe und Resonanz. Die Räume von VAN HORN bieten den passenden Rahmen für eine präzise, sinnliche und intellektuell dichte Werkbetrachtung. Something Old, Something New, Something Borrowed verspricht kein lautes Spektakel, sondern ein stilles, nachhaltiges Kunsterlebnis, das lange nachwirkt. Ein Besuch lohnt sich unbedingt – gerade für alle, die Kunst als ästhetische Erfahrung und als Denkraum erleben möchten.

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Quellen:

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