Something Old, Something New, Something Borrowed bei VAN HORN: Kunst als poetischer Neubeginn

Event: Pip Culbert und Gerhard Hoehme: Something Old, Something New, Something Borrowed in VAN HORN, Ackerstraße 99, 40233 Düsseldorf on 18. September 2026

Datum und Uhrzeit

18. September 2026 13:00 Uhr

Veranstaltungsort

Düsseldorf
40 Düsseldorf, Deutschland

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Ein Dialog über Erinnerung, Material und neue Bedeutung

Mit Something Old, Something New, Something Borrowed eröffnet VAN HORN in Düsseldorf eine Ausstellung, die zwei künstlerische Positionen in einen ebenso präzisen wie poetischen Dialog bringt. Zum ersten Mal begegnen sich die Werke von Pip Culbert und Gerhard Hoehme in einer gemeinsamen Präsentation. Beide Künstler arbeiten mit vorgefundenen Materialien, mit Spuren des Gebrauchs und mit der Fähigkeit der Kunst, Alltägliches in eine neue ästhetische Erfahrung zu verwandeln.

Material als Erinnerungsträger

Der Titel spielt auf eine englische Redewendung an, die Glück, Erinnerung und Neubeginn verbindet. Genau hier setzt die Ausstellung an: Culbert transformiert Shirts, Taschen, Zelte und Stoffe, Hoehme arbeitet mit Farbe, Schnur, Kunststoffröhren und Zeichnung. Was zunächst disparat wirkt, entfaltet im Raum eine gemeinsame Sprache der Reduktion, Verschiebung und Befragung. Aus dem Vorhandenen entsteht etwas Eigenständiges, aus dem Gebrauchten ein neues Bild.

Gerhard Hoehme und die Offenheit des Bildes

Gerhard Hoehme zählt zu den wichtigen Vertretern der abstrakten Kunst und des Informel in Deutschland. Seine Arbeiten verstehen sich nicht als geschlossene Objekte, sondern als offene Energiefelder, deren Wirkung sich erst in der Beziehung zwischen Werk, Raum und Betrachtenden voll entfaltet. Die Linie wird bei ihm zum räumlichen Ereignis, das Bild zur Installation, die Malerei zur Denkbewegung. Diese Haltung verleiht der Ausstellung eine besondere Spannung zwischen Intimität und Ausdehnung, zwischen Werkbetrachtung und räumlicher Immersion.

Pip Culbert und die poetische Verwandlung des Gewöhnlichen

Pip Culbert, 1938 geboren und 2016 verstorben, gehört zu jenen Künstlerinnen, die den Blick auf textile und gebrauchte Materialien radikal geschärft haben. In ihrer Kunst treten Kleidung, Gewebe und Alltagsgegenstände aus ihrem ursprünglichen Kontext heraus und werden zu Trägern von Erinnerung, Körperlichkeit und sozialer Erfahrung. Gerade in der Gegenüberstellung mit Hoehme zeigt sich, wie aus der Verfremdung des Bekannten ein feines Vokabular von Abstraktion und Nähe entsteht.

Kuratorische Qualität und Ausstellungsatmosphäre

VAN HORN ist als Galerie mit einer klaren Haltung zu Gegenwart und kunsthistorischer Tiefe bekannt. Die Ausstellung fügt sich in ein Programm, das junge, mittlere und ältere Positionen aus dem Düsseldorfer und internationalen Kontext in neue Zusammenhänge stellt. In der Ausstellungsatmosphäre dürften leise Materialien, subtile Spannungen und eine konzentrierte Raumwirkung dominieren. Wer sich auf die Arbeiten einlässt, erlebt keine laute Inszenierung, sondern eine präzise Form kultureller Bildung durch Kunst.

Warum sich der Besuch lohnt

Diese Ausstellung verspricht ein Kunsterlebnis für alle, die Materialkunst, abstrakte Positionen und kunsthistorische Bezüge schätzen. Sie eröffnet einen Blick auf zwei Künstler, die mit unterschiedlichen Mitteln dieselbe Frage stellen: Wie wird aus einem Ding ein Bild, aus einem Rest ein Zeichen, aus Erinnerung eine neue Gegenwart? Gerade darin liegt die Stärke dieser Präsentation. Wer sich für zeitgenössische Kunst, Informel, Installation und die poetische Kraft des Materials interessiert, sollte diese Ausstellung unbedingt live sehen.

Offizielle Kanäle von VAN HORN:

Quellen:

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