I, etcetera im Kunstverein Düsseldorf: Eine Ausstellung über das unruhige Selbst


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
I, etcetera im Kunstverein Düsseldorf: Eine Ausstellung über das unruhige Selbst
Mit I, etcetera öffnet der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen einen Raum für künstlerische Subjektivität, die sich nicht als feste Größe zeigt, sondern als Prozess, als Beziehung, als fortwährende Verhandlung. Die Gruppenausstellung versammelt Arbeiten von Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück und Danae Io sowie Beiträge von Alex Kitnick, Doreen Mende und Fiona Vilmer. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein Ich in Bildern, Texten, Räumen und institutionellen Strukturen immer wieder neu zusammensetzt.
Ein Ausstellungstitel wie eine offene Klammer
I, etcetera klingt nach einem Satz, der nicht zum Punkt kommt – und genau darin liegt seine Kraft. Die Ausstellung denkt das Selbst nicht als Monument, sondern als vielstimmige Montage. Innenräume, Fassaden und Landschaften erscheinen als psychische Zustände, als architektonische Chiffren, als Material für Projektion und Erinnerung. Der Kunstverein wird dabei selbst zum Gegenstand der Betrachtung: als Institution mit Archiv, Gebäudegeschichte und öffentlichem Auftrag.
Zwischen Erzählung, Projektion und institutioneller Reflexion
Die dramaturgische Linie dieser Ausstellung folgt keiner linearen Geschichte. Stattdessen entsteht ein Geflecht aus narrativen Strategien, spekulativen Entwürfen und poetischen Setzungen. Das Ergebnis ist ein Bühnenerlebnis der besonderen Art – auch ohne Bühne im klassischen Sinn. Die Räume werden zur Theateratmosphäre für Wahrnehmung, Denkbewegung und stille Reibung. Wer sich auf diese Inszenierung des Blicks einlässt, erlebt Kunst nicht als Illustration einer These, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit dem, was Identität formt und verschiebt.
EEAT in Ausstellungspraxis: Autorität, Einordnung, Vertrauen
Der Kunstverein verweist in seinem Konzept auf die eigene Geschichte, auf öffentliche Programme und auf die Vielstimmigkeit seiner Besucher:innen. Diese institutionelle Selbstbefragung verleiht der Schau ein starkes kulturjournalistisches Profil. Ergänzt wird sie durch die begleitenden Texte von Alex Kitnick, Doreen Mende und Fiona Vilmer, die das Thema aus kunsthistorischer, theoretischer und kuratorischer Perspektive vertiefen. So entsteht ein Kontext, der über reine Präsentation hinausgeht und die Ausstellung als reflektierte Position im aktuellen Kunstdiskurs lesbar macht.
Warum sich der Besuch lohnt
I, etcetera richtet den Blick auf das fragile, fragmentierte und relationale Ich – und zeigt zugleich, wie sehr auch Institutionen aus Geschichten, Erinnerungen und Zuschreibungen bestehen. Wer zeitgenössische Kunst mit Tiefgang sucht, findet hier eine Ausstellung, die leise beginnt und lange nachhallt. Ein Besuch verspricht intensive Wahrnehmung, kluge Gedanken und die seltene Freude, einem Kunstprojekt beim Denken zuzusehen.
Erleben Sie diese Ausstellung live im Kunstverein Düsseldorf und entdecken Sie, wie gegenwärtige Kunst das Selbst neu verhandelt.
Offizielle Kanäle von Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://kunstverein-duesseldorf.de/










