I, etcetera im Kunstverein Düsseldorf: Gegenwartskunst als vielstimmiges Selbstbild

Event: I, etcetera in Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf on 3. November 2026

Datum und Uhrzeit

3. November 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Grabbepl. 4, 40213 Düsseldorf, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Entspannt

Veranstaltungsorttyp

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Ein vielstimmiges Ausstellungsereignis über das Selbst im Spiegel der Kunst

Im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen entfaltet I, etcetera eine Gruppenausstellung, die künstlerische Subjektivität nicht als feste Größe, sondern als bewegliches Gefüge denkt. Zwischen 19. September 2026 und 17. Januar 2027 versammelt das Projekt Arbeiten von Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück und Danae Io sowie Beiträge von Alex Kitnick, Doreen Mende und Fiona Vilmer. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Identität, Erinnerung und Erzählung in der Gegenwartskunst gegenseitig formen.

Wenn das Ich zur offenen Form wird

Die Ausstellung setzt nicht auf die glatte Selbstbehauptung, sondern auf das Fragment, die Verschiebung und den Prozess. Innenräume, Fassaden und Landschaften erscheinen als psychische Räume, als Material der Projektion und als Bühnen für ein Ich, das sich nur im Verhältnis zu anderen begreifen lässt. Genau darin liegt die Spannung dieses Bühnenerlebnisses der Bildenden Kunst: Die Dramaturgie der Schau ordnet keine Gewissheiten, sondern öffnet Denk- und Wahrnehmungsräume.

Ein Kunstverein als Resonanzraum

Besonders reizvoll ist der institutionelle Blick der Ausstellung. Der Kunstverein selbst wird nicht bloß als Ort der Präsentation sichtbar, sondern als Teil des Themas: Gebäude, Archiv, Ausstellungen, Öffentlichkeit und Mitgliedschaft bilden ein Geflecht von Stimmen und Erinnerungen. So entsteht eine Theateratmosphäre der stillen Art, in der jede Position auf der kuratorischen Bühne mit der nächsten in Beziehung tritt. Die Inszenierung bleibt dabei intellektuell präzise und zugleich sinnlich zugänglich.

Dramaturgie zwischen Erinnerung und Projektion

Die ausgestellten Arbeiten kreisen um Selbstentwurf, Projektion und Erzählung. Robert Glücks Satz vom Selbst als gemeinschaftlich zusammengewürfeltem Sammelsurium setzt den Ton für eine Ausstellung, die Kohärenz bewusst in Frage stellt. Das Resultat ist keine lineare Erzählung, sondern eine vielstimmige Choreografie von Perspektiven. Gerade diese Offenheit macht den Reiz der Schau aus: Sie verlangt Aufmerksamkeit, belohnt mit gedanklicher Tiefe und lädt zu einer langsamen, aufmerksamen Betrachtung ein.

Für Besucherinnen und Besucher mit Sinn für Gegenwartskunst

I, etcetera richtet sich an alle, die Ausstellung als geistiges und ästhetisches Ereignis erleben wollen. Die Mischung aus theoretischer Schärfe, poetischer Bildsprache und institutioneller Selbstbefragung macht den Rundgang zu einem facettenreichen Kulturtermin in Düsseldorf. Wer Gegenwartskunst mit Substanz sucht, findet hier ein präzise kuratiertes, atmosphärisch dichtes Format.

Fazit

I, etcetera verspricht eine Ausstellung, die nicht lauter auftritt, sondern nachhaltiger wirkt: ein vielschichtiges Bühnenerlebnis der Kunst, das Wahrnehmung, Sprache und Identität neu zusammensetzt. Wer die Gegenwartskunst in ihrer intellektuellen und emotionalen Tiefe erleben möchte, sollte diese Schau live besuchen.

Offizielle Kanäle von Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen:

Quellen:

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