Alexandra Bircken: Silver Lining in der Langen Foundation


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Alexandra Bircken: Silver Lining – ein visuelles Archiv in der Langen Foundation
Mit Silver Lining präsentiert die Langen Foundation ab dem 11. Oktober 2026 eine außergewöhnliche Arbeit der Künstlerin Alexandra Bircken. Im Zentrum steht eine dreiundzwanzig Meter lange Collage aus Fotografien, Zeitungsausschnitten, Magazinseiten, Screenshots, Readymades und eigenem Material, das Bircken seit den frühen 1990er-Jahren gesammelt und selbst hergestellt hat.
Ein Rundgang durch Birckens Bilduniversum
Die Ausstellung entfaltet sich als begehbares visuelles Archiv zwischen persönlicher Erinnerung und populärer Kultur. Einzelne Fragmente bleiben unmittelbar lesbar, doch in ihrer räumlichen Nähe verwandelt sich die Ansammlung in eine offene Abstraktion. Bedeutung entsteht nicht isoliert, sondern durch Wiederholung, Kontrast, formale Echos und überraschende Nachbarschaften.
Zwischen Ornament, Krise und Körper
Sechs wiederkehrende Konstellationen prägen die Werkbetrachtung: ornamentale Ordnungen mit Rastern und Symmetrien, kommerzialisierte Weiblichkeit, rohe organische Materialien, zirkulierende Krisenbilder, rekonstruierte Körper sowie eine häusliche Absurdität des Alltags. Die Collage verbindet Nachrichtenbilder, Werbung, Unternehmensdarstellungen, Schmuck, Kosmetik, private Schnappschüsse und mechanische Formen zu einem vielschichtigen Panorama zeitgenössischer Bildkultur.
Eine neue Perspektive auf Skulptur
Silver Lining bildet einen Gegenpol zu Alexandra Birckens skulpturaler Praxis. Während ihre dreidimensionalen Arbeiten Fragen nach Materialität, Körperlichkeit, Oberfläche, Bewegung und gesellschaftlichem Leben stellen, entwickelt die Collage diese Themen über eine Vielzahl einzelner Fragmente. Das Netzwerk ersetzt das abgeschlossene Objekt, die Auswahl wird selbst zum künstlerischen Akt.
Material, Licht und verborgene Strukturen
Der Titel verweist zugleich auf Silberhalogenid, mit dem Licht in der analogen Fotografie auf Papier fixiert wurde, und auf das textile Futter eines Kleidungsstücks. Sichtbare Bildoberflächen treffen auf eine verborgene innere Struktur. So entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, in der sich fotografisches Material, textile Assoziationen, Alltagsspuren und gesellschaftliche Bildwelten zu einer fortwährenden Arbeit verdichten.
Alexandra Bircken im kunsthistorischen Kontext
Die 1967 in Köln geborene Künstlerin studierte Modedesign am Central Saint Martins College of Art and Design in London und entwickelte aus der Auseinandersetzung mit Kleidung, Körper und Material eine eigenständige Position der zeitgenössischen Skulptur und Installation. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Secession Wien, im Fridericianum Kassel, im Museum Brandhorst München und im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst Berlin gezeigt. 2019 war sie an der 58. Biennale di Venezia beteiligt.
Fazit: Ästhetische Erfahrung zwischen Fragment und Zusammenhang
Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentriertes Kunsterlebnis, das vertraute Bilder aus Alltag, Medien und Konsum in neue Beziehungen setzt. Silver Lining lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, verborgene Muster zu entdecken und die ästhetische Erfahrung einer niemals vollständig abgeschlossenen Arbeit live zu erleben. Ein Besuch in der Langen Foundation verspricht kulturelle Bildung, intensive Werkbetrachtung und einen eindrucksvollen Dialog zwischen Bild, Raum und Körper.
Offizielle Kanäle von Alexandra Bircken:
- Instagram: https://www.instagram.com/langenfoundation/
- YouTube: https://www.youtube.com/@LangenFoundation
- Website der Künstlerin: https://alexandrabircken.com/










