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Team-WM in London endet für Källberg

Bitteres WM-Aus für Källberg: Zwei Linkshänder stoppen Düsseldorf-Star

Für Anton Källberg endet die Team-WM in London im Viertelfinale – und damit auch die Turnierbeteiligung der Profis von Borussia Düsseldorf. Schweden verliert gegen Taiwan mit 2:3, die Entscheidung fällt erst wenige Minuten vor Mitternacht. Källberg wird dabei zur zentralen Figur des Ausscheidens: Der Düsseldorfer verliert beide Einzel, ausgerechnet gegen zwei Linkshänder.

Zuvor waren bereits weitere Borussia-Profis ausgeschieden: Kanak Jha scheiterte mit den USA in der ersten K.o.-Runde an Frankreich, Dang Qiu verlor mit Deutschland im Viertelfinale mit 1:3 gegen Japan.

Källbergs erste Niederlage wird zum Wendepunkt

Der Abend beginnt für Schweden mit einem klaren Dämpfer. Truls Möregårdh unterliegt Taiwans Lin Yun-Ju mit 0:3 (8:11, 9:11, 11:13). Damit steht Källberg im zweiten Einzel früh unter Druck – gegen den erst 17 Jahre alten Kuo Guan-Hong.

Zunächst wirkt es, als könne Schweden sofort antworten. Källberg dominiert den Auftakt und gewinnt Satz eins deutlich mit 11:4. Auch den dritten Durchgang holt er sich mit 11:8. Doch Kuo Guan-Hong arbeitet sich in die Partie, verschiebt die Ballwechsel zunehmend in unangenehme Winkel und dreht das Match: Satz zwei geht mit 11:8 an den Taiwanese, Satz vier mit 11:9, der fünfte Satz mit 11:7. Källberg verliert damit überraschend 2:3.

Die Bedeutung dieses Punktverlusts ist enorm, weil Kuo Guan-Hong in der Weltrangliste mehr als 50 Plätze hinter Källberg geführt wird. Zwar hatte der Taiwanese im Turnier bereits ein Ausrufezeichen gesetzt – unter anderem mit einem Sieg gegen Patrick Franziska im Gruppenspiel gegen Deutschland. Trotzdem fällt der Rückschlag für Schweden gerade hier ins Gewicht, weil Källberg in London zuvor selbst unterstrichen hatte, wozu er fähig ist: In der Gruppenphase besiegte er Chinas Lin Shidong mit 3:1.

Schweden kämpft sich zurück – doch Källberg verliert auch das Entscheidungseinzel

Nach dem 0:2-Rückstand hält Schweden das Viertelfinale offen. Elias Ranefur verkürzt mit einem 3:1 gegen Feng Yi-Hsin (7:11, 11:5, 11:4, 11:5) auf 1:2. Anschließend gelingt Möregårdh der Ausgleich: Gegen Kuo Guan-Hong setzt er sich mit 3:0 (11:6, 11:8, 12:10) durch – 2:2.

Damit liegt die Entscheidung im fünften Einzel erneut bei Källberg. Er trifft wieder auf einen Linkshänder, diesmal auf Lin Yun-Ju – und kommt nicht mehr entscheidend in die Partie. Källberg verliert 0:3. Der erste Satz geht mit 8:11 weg. Im zweiten Durchgang ist er nah am Satzausgleich, beim Stand von 9:9 kippt der Satz jedoch zu Lin Yun-Ju. Im dritten Satz zieht der Taiwanese früh auf 6:1 davon und macht mit 11:5 den 3:0-Erfolg perfekt.

Dass beide Källberg-Matches gegen Linkshänder gehen, passt zu einem klassischen Problem in K.o.-Spielen: Linkshänder können mit spiegelverkehrten Aufschlag- und Rückschlagmustern andere Winkel und Anspiele erzwingen, die für Rechtshänder im ersten Zugriff ungewohnt sind – besonders dann, wenn die Sätze eng werden und jeder Return über Rhythmus und Mut entscheidet. Genau in diesen Momenten fehlen Schweden im Viertelfinale die Punkte aus den Schlüsselpartien.

Borussia Düsseldorf ist bei der Team-WM früh raus

Mit dem 2:3 gegen Taiwan ist Schwedens WM-Aus besiegelt – und zugleich endet damit die Borussia-Beteiligung in London. Für Källberg bleibt ein Turnier mit zwei Seiten: das starke Signal in der Gruppenphase gegen Lin Shidong, aber zwei Niederlagen im Viertelfinale, in dem Schweden nach 0:2 noch einmal zurückkommt und am Ende dennoch ausscheidet.

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