Kaderplanung läuft trotz Aufstiegsdruck
TSV Eller 04 legt im Aufstiegsrennen vor: Zwei Oberliga-Defensivspieler kommen
Mitten im engen Rennen um den Aufstieg stellt die TSV Eller 04 bereits Weichen für die kommende Saison. Noah Karthaus (DJK Adler Union Frintrop) und Niklas Harth (Holzheimer SG) wechseln aus der Oberliga Niederrhein nach Eller und verschaffen dem Klub früh Planungssicherheit – unabhängig davon, in welcher Liga das Team in der neuen Spielzeit antritt.
Die TSV Eller 04 sendet damit ein klares Signal: Während auf dem Platz jeder Punkt im Dreikampf zählt, arbeitet der Verein im Hintergrund an einem Kader, der auch über den Sommer hinaus Stabilität verspricht. Dass beide Neuzugänge aus einer Spielklasse oberhalb der Landesliga kommen, unterstreicht den sportlichen Anspruch.
Frühe Zusagen stärken Ellers Planung
Der Zeitpunkt der Verpflichtungen ist bemerkenswert. Eller steckt noch mitten im Aufstiegsrennen, kann aber bereits zwei Zusagen aus der Oberliga Niederrhein vermelden. Trainer Kerim Kara ordnet die Transfers als Teil einer langfristigen Entwicklung ein: „Wer unseren Weg seit längerer Zeit verfolgt, wird feststellen, dass wir uns Jahr für Jahr stetig verbessern. Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Die Verpflichtungen von Noah und Niklas helfen uns dabei enorm“.
Für die sportliche Leitung bedeutet die frühe Entscheidung vor allem Verlässlichkeit. Gerade im Amateurfußball, in dem Planungen häufig bis in den Sommer hinein offenbleiben, sind Zusagen „ligaunabhängig“ ein Vorteil: Sie erleichtern die Kaderbalance, geben Orientierung für weitere Gespräche – und verhindern, dass zentrale Baustellen erst nach einer möglichen Aufstiegs- oder Nichtaufstiegs-Entscheidung angegangen werden.
Karthaus und Harth sollen dabei nicht nur die Konkurrenz in der Defensive erhöhen, sondern auch eine Achse stabilisieren, die in entscheidenden Saisonphasen oft über Punkte entscheidet. Oberliga-Erfahrung beziehungsweise Oberliga-Niveau wird im Umfeld als Qualitätsmerkmal gelesen – zumal die Oberliga Niederrhein als höchste Spielklasse im Fußball-Verband Niederrhein über der Landesliga angesiedelt ist.
Kara kündigt weitere Neuzugänge an
Mit den beiden Transfers ist die Kaderarbeit nicht abgeschlossen. Kara kündigt weitere Schritte an: „Das war nur der Anfang. Wir werden in den kommenden Wochen noch weitere Spieler vorstellen, die sich uns anschließen.“
Parallel dazu setzt Eller auf Kontinuität im aktuellen Kader. Fabian Stutz, Anas El-Rifai, Takumi Miyata, Antonio Marinovic, Kevin Lobato, Sascha Bechert und Nico Stracke haben bereits für eine weitere Saison zugesagt. Kara betont dabei vor allem das Umfeld als Argument: „Im Amateurbereich sind andere Dinge wichtiger. Wir haben eine tolle Mannschaft beisammen und ein überragendes Klima im Verein“.
Noch offen ist die Zukunft von Kapitän Adnan Hotic. Der 37-Jährige bleibt für Kara ein wichtiger Faktor – sportlich wie als Führungsspieler. „Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen und dann gemeinsam eine gute Lösung finden. Das war von Anfang an so besprochen.“ Über seinen Kapitän sagt Kara zudem: „Ado tut alles für den Erfolg der Mannschaft“.
Aufstiegsrennen bleibt der sportliche Taktgeber
Trotz der frühzeitigen Kaderentscheidungen bleibt die unmittelbare sportliche Lage der Taktgeber: Eller liegt aktuell drei Zähler hinter Spitzenreiter und Ortsrivalen MSV Düsseldorf. Die SG Benrath-Hassels ist punktgleich mit dem MSV – an der Spitze hat sich ein enger Dreikampf entwickelt.
Besondere Bedeutung bekommt dabei der vorletzte Spieltag: Dann empfängt Eller den MSV Düsseldorf auf eigener Anlage zum direkten Duell. Kara formuliert die Ausgangslage entsprechend: „Wir haben also alles selbst in der Hand“.
Bis dahin ist die Fehlerquote minimal. Schon die nächste Aufgabe am Sonntag gegen den Tabellenelften SV Uedesheim hat Gewicht, weil jeder Ausrutscher die Ausgangslage im Dreikampf verschärfen würde. Während die Entscheidung um den Aufstieg auf dem Platz noch aussteht, schafft Eller im Hintergrund bereits Fakten – mit zwei frühen Zusagen, die den Anspruch unterstreichen, den nächsten Schritt machen zu wollen.

