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Abstiegskampf in der 2. Bundesliga

Düsseldorf stürzt nach 17 Jahren in die 3. Liga – Ex-Fortune Klaus trifft doppelt

Fortuna Düsseldorf hat den Klassenerhalt am letzten Spieltag der 2. Bundesliga verpasst und steigt direkt ab. Das 0:3 (0:3) bei der SpVgg Greuther Fürth war gleich in mehrfacher Hinsicht ein Schlag: Es war sportlich klar, tabellarisch maximal teuer – und es drehte das direkte Duell im Tabellenkeller zugunsten der Franken.

Am 34. Spieltag verlor Düsseldorf im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer vor 16.126 Zuschauern mit 0:3. Fürth zog damit in der Tabelle an der Fortuna vorbei und sicherte sich Platz 16, der in die Relegation führt. Düsseldorf rutschte auf Rang 17 ab und muss nach 17 Jahren wieder in der Drittklassigkeit antreten – erstmals seit der Saison 2008/09. Parallel verschärften die Ergebnisse der Konkurrenz die Lage: Arminia Bielefeld gewann mit 6:1 gegen Hertha BSC, Eintracht Braunschweig unterlag beim FC Schalke 04 mit 0:1. In dieser Konstellation blieb Düsseldorf keine Hintertür.

Fürth entscheidet das Spiel schon in der ersten Halbzeit

Die Partie kippte fast mit dem Anpfiff. Felix Klaus, über Jahre selbst für Düsseldorf am Ball, brachte Fürth bereits in der 2. Minute in Führung. In der 16. Minute erhöhte Klaus auf 2:0 und machte mit seinem Doppelpack früh klar, welche Wucht in dieser Begegnung steckte – für Fürth als Chance, den direkten Absturz zu vermeiden, für Düsseldorf als plötzliches Worst-Case-Szenario.

Noch vor der Pause traf Noel Futkeu zum 3:0 (36.). Fürth hätte sogar noch höher führen können: Sayfallah Ltaief vergab weitere Möglichkeiten (8./45.), Klaus scheiterte ebenfalls noch einmal (33.). Düsseldorf fand in dieser Phase weder Zugriff im Zentrum noch Ruhe im eigenen Aufbau – und wirkte in den entscheidenden Momenten einen Schritt langsamer, als es ein Endspiel um den Klassenerhalt erlaubt.

Düsseldorfs Druck nach der Pause bleibt ohne Wirkung

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Düsseldorfer von Coach Alexander Ende den Druck, doch der Spielverlauf war praktisch vorgezeichnet. Große Chancen sprangen für die Gäste nicht mehr heraus. Fürth verteidigte den Vorsprung kontrolliert, ließ wenig Dynamik im letzten Drittel zu und nahm dem Düsseldorfer Anrennen mit wachsender Spieldauer spürbar den Glauben.

Genau darin lag die sportliche Aussage des Nachmittags: Fürth war nicht nur früh effizient, sondern brachte die Führung anschließend so konsequent über die Zeit, dass Düsseldorf trotz höherer Bemühungen kaum zu Abschlüssen mit echter Wucht kam.

Relegation für Fürth, direkter Abstieg für Düsseldorf

Mit dem Heimsieg hält sich Greuther Fürth die Chance offen, den Abstieg nach fast drei Jahrzehnten in der 1. und 2. Liga doch noch zu vermeiden. In der Relegation trifft das Kleeblatt auf den Drittliga-Dritten Rot-Weiss Essen. Das Hinspiel findet am Freitag im Ruhrgebiet statt, das Rückspiel am darauffolgenden Dienstag in Fürth.

Für Fortuna Düsseldorf ist die Konsequenz härter: Platz 17 bedeutet direkter Gang in die 3. Liga. Der Verein, der lange auf eine Saison mit stabilisierender Wirkung gehofft hatte, steht damit vor einem tiefen Einschnitt – sportlich wie organisatorisch. Der letzte Spieltag wurde so zum Endpunkt einer Rettungsmission, die in Fürth schon in den ersten 45 Minuten zerbrach.

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