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2. Bundesliga: Schalke feiert den Aufstieg

Schalke ist zurück in der Bundesliga – Aufstieg perfekt

Der FC Schalke 04 kehrt in die Fußball-Bundesliga zurück. Mit dem 1:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf machte Schalke den Aufstieg bereits am drittletzten Spieltag fix und ist mit 67 Punkten nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Für die Gäste wird die Lage dagegen brisanter: Düsseldorf bleibt im Tabellenkeller unter Druck und muss weiter um den Klassenerhalt kämpfen. (ZDFheute)

Frühe Führung, klare Statik: Schalke nutzt den Moment

Schalke ging das Spiel mit der Zielstrebigkeit einer Mannschaft an, die den entscheidenden Schritt nicht vertagen will – und setzte früh den Ton. In der 15. Minute eroberte Sofiane El-Faouzi den Ball an der Mittellinie, Adil Aouchiche bediente Kenan Karaman, der sehenswert in den Winkel traf. Es blieb der einzige Treffer des Abends – und der Schlüsselmoment.

Nur vier Minuten später hätte Schalke nachlegen können: Aouchiche traf in der 19. Minute mit einem Freistoß aus 20 Metern den rechten Pfosten. Danach wurde sichtbar, was dieses Spiel für die Gastgeber so wertvoll machte: Schalke hielt die Partie in einer stabilen Ordnung, ließ Düsseldorf selten in gefährliche Räume kommen und verteidigte den knappen Vorsprung mit Kontrolle statt Hektik.

Der Sieg fügt sich in die Formkurve der vergangenen Wochen ein: Es war Schalkes fünfter Erfolg in Serie – eine Serie, die nicht nur Punkte liefert, sondern auch das Bild einer Mannschaft, die den Druck eines Aufstiegsspiels annimmt und in Struktur übersetzt.

Düsseldorfs beste Chance – Karius verhindert den Kipppunkt

Offensiv kam von Fortuna Düsseldorf lange wenig. Die klarste Möglichkeit entstand erst in der 59. Minute, als Shinta Appelkampf frei vor Loris Karius auftauchte. Schalkes Torhüter parierte – und verhinderte damit genau jenen Moment, in dem ein Spiel mit dünner Führung kippen kann.

So blieb Schalke in der Position, die diese Partie verlangte: nicht spektakulär, aber verlässlich. Für Düsseldorf wog der Abend umso schwerer, weil die Mannschaft im Spiel nach vorn zu selten die Mittel fand, Schalke dauerhaft zu stressen – und damit auch zu selten in die Zonen kam, in denen ein Ausgleich erzwingbar wird.

Comeback und Kontinuität: Dzeko zurück, Muslić bleibt bei seiner Elf

In der 68. Minute gab es einen zusätzlichen Höhepunkt: Edin Dzeko kehrte nach seiner Schulterverletzung in den Kader zurück und feierte sein Comeback. Trainer Miron Muslić hatte zuvor auf jene Startelf gesetzt, die sich in der Vorwoche in Paderborn mit einem 3:2 den „Matchball“ erspielt hatte – ein Ausdruck, der in solchen Wochen weniger nach Metapher klingt als nach Realität: Wer diese Gelegenheit nutzt, erspart sich die nervöse Rechnerei der letzten Spieltage.

Schalkes Ausgangslage bleibt zudem komfortabel: Wenn der erste Verfolger SC Paderborn am Sonntag bei der SV Elversberg patzt, kann Schalke bereits an diesem Wochenende die Meisterschaft feiern.

Ausnahmezustand in Gelsenkirchen – und die Sicherheitsfrage als Begleitmusik

Schon in den Mittagsstunden herrschte in Gelsenkirchen Ausnahmezustand. Ab 16 Uhr zogen zehntausende Fans die rund 3,5 Kilometer vom Marktplatz in Buer zur Arena. Rund um das Stadion hielten sich weit mehr Menschen auf als die knapp über 60.000 Ticketinhaber – ein Maß an Erwartung, das man auf Schalke kennt, das aber selten so verdichtet auftritt wie an einem Abend, an dem ein Aufstieg endgültig werden kann.

Damit verbunden war auch die Sicherheitsdebatte: Im Vorfeld wurde über einen möglichen Platzsturm diskutiert. Vor vier Jahren hatten Schalker Fans nach dem Aufstiegsspiel gegen den FC St. Pauli (3:2) den Rasen gestürmt; beim Überwinden des Grabens zwischen Spielfeld und Tribüne verletzten sich damals einige Fans. Entsprechend stand neben dem Sport auch die Frage im Raum, wie ein solcher Abend geordnet zu Ende gehen kann.

Auf der Tribüne verfolgten zudem zahlreiche frühere Schalker den Abend, darunter Klaus Fischer und Klaas-Jan Huntelaar. Nach dem Abpfiff war der sportliche Kern eindeutig: Schalke nutzt den Matchball, beendet drei Jahre Zweitklassigkeit – und steigt mit einem knappen, aber verdienten Sieg wieder auf.

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